Leonard Cimiotti
Leonard (auch Leonardo,Lonardo Lennard) Cimiotti ist der Stammvater der heute in Deutschland,den USA,Australien und auf Mauritius lebenden Familien mit dem Namen Cimiotti (Namensabweichungen sh. Cimiotti und ähnliche Schreibweisen (Cimiotti and similar spellings)).Erstmals wird er im Taufbuch der Kirchengemeinde Piano im Canale di San Pietro erwähnt.Taufpaten waren Joannis Baptista a` Rubeo und Sabbata, die Frau des Dominicus Cotius.
Am 14. Juli 1701 besuchte Dionysio Delphino, Patriarch von Aquileia, die Kirchengemeinde,um die Firmung zu spenden.Die Geschwister nahmen geschlossen daran teil, obwohl Leonard erst drei Jahre und sein Bruder Joannes Baptista erst zwei Monate alt waren.
Sehr früh verloren die Kinder ihre Eltern. Sebastiano, der als "cramar"(Handelsmann) tätig war, starb mit 51 Jahren in Plan. Knapp fünf Jahre früher war die Mutter Angela gestorben. Wie die Kinder nach dem Tode der Eltern versorgt wurden, ist nicht sicher zu ermitteln. Wahrscheinlich ist aber, dass sie von Margherita Cleva di Rivo, die der Vater 1708 in zweiter Ehe geheiratet hatte, betreut wurden. Leonard setzte die Tradition der Handelsleute fort.
Im Jahre 1734 taucht er im Protokollbuch der Stadt Amöneburg auf. Aus dem Eintrag geht hervor, dass er sich um das Bürgerrecht bemühte, da er sich in Amöneburg niederlassen wolle, um die Tochter des Knabenlehrers Adam Stampfer zu heiraten. Dafür wurden ihm verschiedene Auflagen gemacht, darunter zählte der Nachweis über den Besitz von mindestens 300 Gulden, die Bezahlung eines Bürgergeldes in nicht genannter Höhe und die Vorlage seines "geburths briefs". 1735 hatte Leonard diese Auflagen erfüllt, und auch seinen "geburths brief" herbeigebracht, der auch heute noch existiert und trotz der fast vollständigen Zerstörung Kassels von einer Nachfahrin des Leonard ebendort über den Krieg hinaus gerettet wurde. Das Dokument ist unter dem Namen Schutz- oder Geleitsbrief bekannt.
Aus der Ehe mit Anna Maria Stampfer gingen sieben Kinder hervor.
Leonard starb am 15.2.1762 in Amöneburg.
(BlzGdFaCi/3/85, pp 32-36)